Verein wird in Hagenwerder zu einem Fluthilfestützpunkt

Viele Sachspenden werden sortiert, eine Ärztin schaut nach Anwohnern, Görlitzer Verein reinigt die Wäsche.

In Hagenwerder hat der Interessenverein Wohnpark e.V. eine koordinierende Rolle in der Unterstützung von Hochwasserbetroffenen übernommen. Viele der 37 Mitglieder um Elisabeth Barthel und dazu zahlreiche weitere Helfer nehmen Sachspenden aller Art entgegen, sichten und sortieren sie und stellen sich dann Bedürftigen auf deutscher und polnischer Seite der Neiße zur Verfügung. „Die Treureal Hausverwaltung hat uns sofort mehrere Räume dafür angeboten.“, freut sich die Vorsitzende. Während in einigen Zimmern auf der Straße der Freundschaft Spenden an Bekleidung und Alltagsgegenständen sortiert werden, stehen weiter Räume für die Zwischenlagerung von Möbeln zur Verfügung. „Darüber hinaus gibt es einen Raum, in dem eine passionierte Ärztin eine medizinische Begutachtung leistet. Und weil in Hagenwerder zurzeit noch keine zentrale Heizversorgung möglich ist, bietet der Verein älteren Bürgern in Hagenwerder auch ein Badezimmer zur Nutzung an. Auch weitere Vereine helfen. So stellt der Tischtennisverein Duschen bereit, sammeln ehemalige Bergleute in Bahnhof weiter Sachspenden, und der Görlitzer Verein „einer für alle“ (Haus der Jugend) holt täglich Wäsche von Bürgern Hagenwerders zum Waschen. Die Stadtmission Görlitzspendierte ein Kartenhandy, weil andere Netze derzeit noch schwanken. „Wir werden von vielen Bürgern unterstützt, die wir kaum kennen, alle verdienen einen ganz großes Dankeschön“, betont Elisabeth Barthel.

Sächsische Zeitung, 19. August 2010, S. 16